Zuhal Demir

STAATSSEKRETÄRIN FÜR ARMUTSBEKÄMPFUNG, CHANCENGLEICHHEIT, PERSONEN MIT BEHINDERUNG, POLITIK DER GROSSSTÄDTE UND WISSENSCHAFTSPOLITIK

Zuhal Demir erwarb einen Abschluss in Jura an der KU Leuven und danach einen Master in Sozialrecht an der VUB. Von 2004 bis 2013 arbeitete sie als Anwältin für Arbeitsrecht in Antwerpen.

Keine halben Sachen

2010 erwarb Demir einen Sitz im Parlament, wo sie Expertin für den Arbeitsmarkt der N-VA wurde. Sie widmete sich Themen wie dem Sozialdialog, Wohlbefinden am Arbeitsplatz und der Suche nach einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten. Ihr Motto lautet: „Keine halben Sachen“. Untätig zu bleiben und die Hände in den Schoß zu legen ist nicht ihre Sache. 2013 wurde sie zur Bezirksbürgermeisterin von Antwerpen, der größten Stadt von Flandern, ernannt. 2016 zog sie wieder in ihre Geburtsstadt Genk (Limburg), um dort gemeinsam mit ihren Geschwistern ihre kranke Mutter zu pflegen.

Volksnationalistin mit eigenem Charakter

Demir ist türkisch-kurdischer Abstammung. Ihr Vater kam in den siebziger Jahren nach Flandern, um im Bergbau zu arbeiten. Durch diesen Hintergrund entstand schnell eine Beziehung zum Volksnationalismus der Flämischen Bewegung. Dieser Hintergrund lehrte sie, dass auch Menschen unterschiedlicher Herkunft auf positive Art miteinander zusammenleben können. Bis zu ihrer Ernennung zur Staatssekretärin war Demir gleichfalls Vorsitzende des Verwaltungsrates der Agentur für Integration und Einbürgerung. Sie glaubt deshalb an aktive Einbürgerung als Basis für die Integration von Einwanderern. Menschen miteinander zu verbinden steht für Demir an erster Stelle.